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Hinter diesem irreführenden Titel und Untertitel verbirgt sich der Versuch, gesellschaftsgeschichtliche Entwicklungslinien der deutschen Literatur zwischen 1880 und 1914 zu zeichnen. Literatur wie theoretische Texte werden als »symptomatisch zu lesende Analyse der zeitgeschichtlichen Konflikte« begriffen. Der Autor unterscheidet drei Phasen: die naturalistische, die antinaturalistische und die frühexpressionistische. In der zeitlichen Abfolge dieser Phasen will er »eine Entwicklung in der Reflexion von bürgerlicher Subjektivität« im Kontext des sozialgeschichtlichen Wandels« aufzeigen.
Dazu wird eine beachtliche Reihe von Werken besprochen: G. Hauptmanns Drama Vor Sonnenaufgang. A. Holz' und J. Schlafs Familie Selicke, F. Wedekinds Frühlingserwachen und M. Halbes Drama Jugend für den Naturalismus, A. J. Langbehns Buch Rembrandt als Erzieher, H. Bahrs Programmschrift Die Überwindung des Naturalismus, A. Schnitzlers Drama Anatol, G. Hauptmanns Tragödie Die versunkene Glocke und Th. Manns Erzählung Der Tod in Venedig für