You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Entgegen der verbreiteten Einschätzung, daß in einem Kurzzeitsetting kaum mehr als ein kognitives Verständnis zu erreichen sei, zeigt Scharff, daß sehr wohl erste bedeutsame Einsichten in psychodynamische Prozesse vermittelt werden können. Voraussetzung dazu sind nach Ansicht des Autors eine klare psychoanalytische Haltung, ein psychoanalytisches Verstehen und ein psychoanalytischer Umgang mit dem Ratsuchenden. Durch eine methodisch eindeutige psychoanalytische Haltung seitens des Supervisors könne der Berater Vertrauen in seine Gegenübertragungsgefühle gewinnen, so daß er sie als Erkenntnisinstrument einsetzen und die unbewußten Anteile des zentralen Konflikts des Ratsuchenden benennen kann. Konzepte wie die der projektiven Identifizierung, der unbewußten Rollenübernahme und des Handlungsdialogs sind nach Auffassung des Autors zum Verständnis der Psychodynamik von besonderer Wichtigkeit. Anhand zahlreicher Beispiele werden die unterschiedlichsten Facetten einer 10-Stunden-Beratung aufgezeigt.