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In ihrem Vorwort zu dieser dem Göttinger Lehrer und Forscher Eckehard Sperling gewidmeten und verpflichteten Aufsatzsammlung setzt Almuth Massing als Ziel der Familientherapie und -forschung, wie sie die Göttinger Abteilung verstanden hat, »das Seelische im Realen und das Reale im Seelischen zu finden«. Bei dieser Zielsetzung sei für Sperling die Psychoanalyse immer theoretische und emotionale Heimat gewesen. Entsprechend sagt Günter Reich in seiner integrativen Schlußarbeit »Psychoanalytische und systemische Familientherapie«, er verstehe »Familientherapie als ein Feld angewandter Psychoanalyse« (S. 127). Dies ist daher der Mittelpunkt, auf den sich die verschiedenen Essays immer wieder beziehen: die Dialektik zwischen der Theorie und Praxis der Psychoanalyse und der der Familientherapie, zwischen individuell-intrapsychischer und familientherapeutisch-interpersoneller Betrachtungsweise. Es ist eine sehr fruchtbare Auseinandersetzung. Spezifisch heißt das: »In Göttingen entwickelten wir einen familientherapeutischen Ansatz, der auf einem psychoanalytischen Konfliktmodell basiert. Nicht nur die »horizontale« Interaktionsstruktur des Familiensystems sollte erforscht, sondern im Jetzt der familiären Beziehungen ebenso die »vertikalen«, historisch-biographischen Einflüsse berücksichtigt werden. Unser Hauptgewicht lag und liegt auf der Erforschung und Veränderung der tiefliegenden, unbewußten Strukturen, die zu den manifesten Interaktionsmustern, Problemen und Symptomen einer Familie führten« (Massing, S. 3). Eine der Grundannahmen ist dabei die des von Sperling sogenannten »intrafamiliären Wiederholungszwangs«: »daß sich in Familien über die Generationen im wesentlichen immer wieder dieselben Konflikte abspielen« (Massing, S. 3).
Dabei sieht sich diese durch die Psychoanalyse tief bestimmte Art der Familientherapie und -forschung immer wieder in einer Auseinandersetzung mit der systemtheoretischen Orientierung, bei der »das zentrale Augenmerk in Theorie und Praxis auf da