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»Meine Herren, das können Sie nicht mit mir machen!«, wehrte sich ein Wiener Kreditvermittler, als er, am 10. November 1938 von der Gestapo verhaftet, auf einer Liste hinter seinem Namen die Buchstaben »D oder B« entdeckte. Er wußte, daß sie Dachau oder Buchenwald bedeuteten, wohin ihn die Gestapo verschleppen wollte. Er verwies auf seine Verwundung und die Auszeichnung im Ersten Weltkrieg. Der Mann von der Gestapo warf ihm Lüge vor, er sei doch »a Jud«. Aber ein zufällig anwesender Polizeibeamter hatte mit ihm in demselben Regiment gedient. Er bestätigte die Worte des Verhafteten. Der mutige und die Wahrheit begreifende Kreditvermittler hatte das seltene Glück, daß ein Polizist ihm half. Er wurde freigelassen und flüchtete mit seiner Familie über Frankreich und Kuba nach New York. So wurde auch sein Sohn, der damals 12jährige Raul Hilberg, gerettet.
18jährig meldete sich Raul Hilberg bei der U.S.-Army und wurde 1944 an die Front nach Frankreich geschickt. Als Vernehmungsoffizier der U.S.-Army erhielt Hilberg in München als erster Zugang zu den Privatpapieren Hitlers. 1948 nach