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Die Autorin schildert die Entwicklung des adoleszentären Selbst als einen dreistufigen Prozeß. Nach der Aufkündigung der die Latenzzeit bestimmenden Übereinkunft des Jugendlichen mit den Eltern erschafft sich der Adoleszente eine eigene abgeschirmte innere Wirklichkeit, die ihn von seinen infantilen Selbst- und Elternbildern entfernt. In der zweiten Phase erreicht der Jugendliche Stabilität dadurch, daß er narzißtische Konfigurationen (aggrandisiertes, dissoziiertes, turbulentes Selbst mit Tagtraumphantasien) wählt, die als Übergangsphänomene beschrieben und von Streeck-Fischer weit weniger negativ gesehen werden als von anderen Autoren. Die in dieser Phase entwickelte Fähigkeit zur Selbstdistanz und die damit gewonnene Möglichkeit, sich selbst zwischen Wiederholung und Neuschöpfung zu definieren, bringt den Prozeß der Adoleszenz zum Abschluß.