You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autorin präsentiert Ausschnitte aus Einzel- und Gruppeninterviews mit Frauen, denen wegen ihrer Unfruchtbarkeit vorgeschlagen wurde, an einem Programm für In-vitro-Fertilisation teilzunehmen. Die Analyse dieser Interviews erlaubt die Unterscheidung zwischen der manifesten Forderung nach einem Kind und einer Vielzahl unbewußter Wünsche, die sich dahinter verbergen. Greifbar werden dabei die Phantasien, die sich an die neuen Reproduktionstechnologien heften, nicht nur auf der Seite der betroffenen Frauen, sondern auch auf der der Ärzte, die diese Technologien handhaben. Tubert zeigt, daß durch IVF-Programme der weibliche Körper radikal naturalisiert und vom Körper der Libido getrennt wird und daß an die Stelle des Symbolischen, welches Lacan zufolge die soziale Position des Subjektes festlegt, das Biologische tritt, das den weiblichen Körper zum puren Gegenstand und zur Verfügungsmasse der modernen Naturwissenschaft entwertet.