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In seinen letzten Lebensjahren behandelte Sándor Ferenczi eine amerikanische Patientin, die in seinem Klinischen Tagebuch von 1932, das erst 1985 verüffentlicht wurde, verschlüsselt »R. N.« genannt wird. Inzwischen weiß man, daß R. N. für Elisabeth Severn steht, die Ferenczi als seine »Hauptpatientin«, »Kollegin« und schließlich »Lehrmeisterin« bezeichnete. Der Autor rekonstruiert anhand des Tagebuchs und anderer Dokumente die therapeutische Beziehung zwischen beiden, die zu revolutionären technischen Neuerungen (Aktivität, Elastizität, Passivität, Relaxation) und am Ende zur mutuellen Analyse führte und Ferenczi durch seine Abwendung von der analytischen Neutralität und seine Rückkehr zur Verführungstheorie in einen tiefen Konflikt mit Freud trieb. Fortune vertritt die Ansicht, daß man R. N., ähnlich wie AnnaO. und Dora, zu den wichtigsten Patientinnen in der Geschichte der Psychoanalyse zählen müsse.