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Innerhalb der Psychoanalyse herrscht immer noch die (traditionelle) Auffassung vor, Homosexualität sei verfehlte Heterosexualität und insofern pathologischer Natur. Bestätigt wird diese Auffassung unter anderem dadurch, daß auch heute noch Homosexualität vielerorts als Kriterium gilt, Kandidaten von der psychoanalytischen Ausbildung fernzuhalten. Demgegenüber zeigt Rohde-Dachser, daß männliche wie weibliche Homosexualität als möglicher Bestandteil der psychosexuellen Entwicklung von Männern und Frauen zu verstehen ist und zugleich als Teil eines sexuellen Potentials, über das Menschen verfügen und das sie für unterschiedliche Zwecke einsetzen: sowohl im Dienst der Lust wie im Dienst des Überlebens.