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Anhand einer detaillierten Falldarstellung eines Mannes, der als Folge einer intensiven Liebesbeziehung unter Gedächtnisverlust und an Impotenz zu leiden begann, demonstriert die Autorin die zugrunde liegende Problematik dieser sexuellen Störung: Sie wurzelt in einem mißlungenen Prozeß der Loslösung und Individuation und einer frühkindlichen symbiotischen Mutterbeziehung, derzufolge der Analysand sich als Teilorgan-Kind erlebt, begleitet von der Phantasie, mit seinem gesamten Körper in der Frau zu versinken. In einem zweiten Teil diskutiert die Autorin verschiedene Formen von Impotenz, die sie zum einen auf der Ebene der Objektwahl (im Sinne eines idealisierten bzw. eines entwerteten Liebesobjekts) ansiedelt, zum andern auf der Ebene der Unfähigkeit eines gemeinsamen regressiven Erlebens mit dem Liebesobjekt und einer verschmelzenden Erfahrung im Liebesakt, die mit einer Identifikation mit dem Partner oder der Partnerin als einem »Anderen« einhergeht. Abschließend beschäftigt Amati Mehler sich mit der Frage, ob Männer und Frauen unterschiedlich mit Regression umgehen.