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Liebe bedeutet die Fähigkeit, Idealisierung und Erotik miteinander zu verbinden und eine tiefe Objektbeziehung herzustellen. Der Autor untersucht die klinischen Eigenschaften des erotischen Begehrens, seine ekstatischen und aggressiven Aspekte der Grenzüberschreitung des Selbst und seine genetischen Wurzeln ebenso wie die unbewußten Objektbeziehungen, die dem sexuellen Paar zugrunde liegen. Nach Kernberg verkörpert die Liebesbeziehung das Wagnis, sich mit dem ödipalen Elternpaar zu identifizieren und es gleichzeitig zu überwinden. Brüche in der Liebe sieht der Autor in der Diskontinuität der Beziehung zwischen Mutter und Kind begründet. Ein reifes Überich, dem eine Umwandlung primitiver Verbote und Schuldgefühle infolge von Aggression vorausgeht, fördert die Liebe und die Bindung an das geliebte Objekt, und ein gesundes Ich-Ideal ist eine fundamentale Voraussetzung, sich zu verlieben. Eine abschließende Betrachtung gilt dem Verhältnis von Gruppe und Liebespaar.