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Dem Autor zufolge ist Platons Höhlenmythos eine exakte Beschreibung des Kinosaals: In beiden herrscht ein Zwang zur Bewegungslosigkeit, zur Wiederholung, zur Rückkehr in den alten Zustand - primärprozeßhafte Wiederauflage der Unbeweglichkeit des Neugeborenen sowie des Schlafenden. Der Gefangene der Höhle, der Zuschauer im Kino und der Schlafende sind - wenngleich in unterschiedlicher Weise - Opfer einer Realitätsillusion, eines von der Realität abweichenden Eindrucks und damit Subjekte des Unbewußten. Es ist das Mehr-als-Reale, der Wunsch des Wunsches, was nach Baudry die Geschichte des Kinos betreibt.