You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autorin zeichnet in einem ausführlichen Literaturessay den Weg der psychoanalytisch orientierten feministischen Filmtheorie nach, die Ende der siebziger Jahre mit der angloamerikanischen Debatte um den Ausschluß der weiblichen Subjektivität aus dem Kino und mit der Problematisierung der Inszenierung des Blicks, der »visuellen Lust«, ihren Ausgang nahm. Zunächst wurde der einseitig männlich-patriarchalische Blick des Zuschauers angeprangert, dann rückte der weibliche Blick als ästhetisch-theoretische Kategorie ins Zentrum der Untersuchungen. Schließlich wandte feministische Filmtheorie sich in ihren psychoanalytischen Untersuchungen dem Genre des Frauenfilms, dem Melodrama und frühen Kino zu, um die jeweils historische Gestalt weiblicher Subjektivität zu erfassen.