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Um es vorwegzunehmen: Die vier Jahre nach Veröffentlichung der amerikanischen Originalausgabe erfolgte Übersetzung von Michael F. Baschs »Understanding Psychotherapy — The Science Behind the Art« ist als Glücksfall in der gegenwärtigen, deutschsprachigen psychotherapeutischen Literaturlandschaft anzusehen. Eine Fülle von Gründen, von denen hier einige gewürdigt, andere lediglich erwähnt werden sollen, sprechen dafür.
Es mag unüblich sein, die Rezension eines Fachbuches mit der Würdigung seiner literarischen Qualitäten zu eröffnen; hier erscheint es mir angebracht, da es die Basch so außerordentlich gelungene Präsentationsform ist, die den Leseprozeß, indem sie ihn wie ein Cantus firmus begleitet, zu einem eigenständigen Vergnügen steigert und darüber hinaus zu einer ebenso eigenständigen Mitteilung wird über professionelles Ethos und innere Verfassung des Psychoanalytikers in Ausübung seiner Profession. Wie überaus unterhaltsam läßt sich doch psychoanalytische Theorie vermitteln! Diese Unterhaltungskunst ist bekanntlich in ganz anderer Weise im angelsächsischen Romancier-Idiom zuhause als im deutschen Sprachraum, und häufig findet man, daß ein Abglanz davon auch noch auf das Non-fiction-Genre fällt. Diesem Umstand ist es denn auch zuzuschreiben, daß es dem vorliegenden Buch gelingt, was es ausdrücklich prätendiert: nämlich über die Grenzen des reinen Fachpublikums hinaus sich an fachfremde Interessenten zu wenden — ohne Preisgabe inhaltlicher Differenzierung. Basch gelingt dies vorzüglich, weil er jenes Engagement, jene Entdek-kerfreude und authentische Lebensfrische spürbar werden läßt, die diesen »unmöglichen« Beruf wirklich lohnend machen können. Von welchen psychoanalytischen Fachbüchern der letzten Jahre ließe sich dies schon behaupten?
Die große Lebendigkeit des Buches verdankt sich jedoch auch der Fülle und dialogischen Ausführlichkeit des illustrativen Materials. Hier wird brillant Selbst-Psychologie in Aktion vorgeführt, und es wird deutlich, worin deren Stär