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Die durch NS-Verbrechen erlittenen Traumatisierungen verweigern sich der Symbolisierung und werden, solange sie unaufgelöst bleiben, an die nächsten Generationen weitergegeben. Anhand einer psychoanalytischen Behandlung einers vierzigjährigen Homosexuellen der »zweiten Generation« zeigt die Autorin diese Problematik der transgenerationellen Vermittlung unaufgelöster Traumatisierungen auf. Der Sohn einer Jüdin, deren Bruder im Konzentrationslager ermordet wurde und diesen ersetzen mußte, blieb in »symbiotischer Illusion« mit dem Onkel, dem immer präsenten abwesenden Objekt, und der Mutter verbunden, ohne sich personalisieren zu können und die ödipale Triade zu erreichen. Die ganz auf den Fall konzentrierte Darstellung legt die Übertragungsund Gegenübertragungsbewegungen und die verschiedenen Phasen des analytischen Prozesses in beeindruckender Weise offen.