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Die Psychoanalyse betrachtet die unbewußte Phantasie als die treibende Kraft im menschlichen Leben. Die analytische Situation bietet den Rahmen, an dem sich unbewußte Phantasien kristallisieren können. Im Übertragungsgeschehen gelangen fundamentale Szenen der Kindheit zur Wiederaufführung, die mittels des Symbols organisiert und mit Bedeutung aufgeladen werden. Anhand mehrerer Fallvignetten demonstriert der Autor, daß der szenisch verdichtete verdrängte Konflikt dadurch seine psychische Virulenz entfaltet, daß die unbewußte Phantasie, gemäß dem sog. Zeigarnik-Effekt, in der Szene gleichsam zum Stillstand gekommen ist und als unerledigte Handlung im Gedächtnis fortlebt - was hingegen erledigt ist, kann auch vergessen werden. Erst wenn auf dem Wege der Übertragung der Stillstand überwunden und die unbewußte Phantasie flüssig wird, ist seelisches Wachstum möglich.