You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Rolf Haubl, Gruppenanalytiker, Privatdozent und Akademischer Oberrat an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg, bisher bekanntgeworden durch seine Arbeiten zur Tiefenhermeneutik, psychoanalytischen Sozialisationstheorie und Gruppenanalyse, hat eine bemerkenswerte psychohistorische Abhandlung über die Bedeutung des Spiegels in der europäischen Kulturgeschichte verfaßt.
Auf 980 Seiten entfaltet er ein wahres Panoptikum der verschiedenen historischen Formen der Selbstbegegnung im Spiegel, denen gegenüber unser heutiger, eher instrumenteller Gebrauch vergleichsweise borniert erscheint. In einer ethnomethodologischen Forschungsperspektive hinterfragt Haubl diese unreflektierte Weise des Alltagserlebens, mit dem Gebrauchsgegenstand des Spiegels umzugehen, um damit dem Rätselhaften des Spiegels wieder nahe zu kommen. »SPIEGEL: noch nie hat man wissend beschrieben, was ihr in eurem Wesen seid«, diese beschwörende Formel von Rilke aus den Sonetten an Orpheus gilt Rolf Haubl