You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die von Günther Anders aufgestellte Hypothese von der »Antiquiertheit des Menschen« weiterdenkend, entwickelt Lütkehaus eine »Dingpsychologie«, die alle Humanpsychologien, einschließlich die Psychoanalyse, ersetzen könne. Dingpsychologie beinhaltet, daß aufgrund der umfassenden Herrschaft technischer Apparate über die Subjekte - wie beispielsweise die des Autos, Computers, der Medien - alles Reden vom Subjekt und von Subjektivität unangemessen sei. In der Dingpsychologie gerinnen psychische Produktionen zu Masken des Seelischen, in denen der Mensch sich einer Täuschung seiner nichtexistenten Subjektivität hingibt. Am Beispiel des Bombenabwurfs auf Nagasaki und der NS-Ver-nichtungsapparatur versucht der Autor das neue Paradigma zu konkretisieren.