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Den 1994 von Grawe et al. publizierten Band Psychotherapie im Wandel. Von den Konfession zur Profession, der dem berufspolitischen Streit um Sinn und Effizienz langdauernder und hochfrequenter analytischer Psychotherapien schwere Munition geliefert hat, nimmt der Autor zum Anlaß, Grawes Buch und seinen methodischen Ansatz mit anderen (vor allem US-amerikanischen) Untersuchungen zur Psychotherapieforschung zu konfrontieren. Dabei kommt Kächele zu dem Schluß, daß die bei Grawe analysierten Studien der psychoanalytischen Behandlungswirklichkeit nicht gerecht werden. Sein Plädoyer gilt mehr naturalistischen Designs, die den Wechsel von kontrollierten Behandlungen in Institutionen zur klinischen Behandlung in niedergelassener Praxis reflektieren. Den Psychoanalytikern hält er vor, die Evaluierung von Langzeit-und Hochfrequenzanalysen versäumt zu haben.