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Für die quantitative Psychotherapieforschung stellt die exponentiell wachsende Flut von Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapieverfahren, deren Widerspüche und die Vielfalt ihrer Ergebnisse ein immer größeres Problem dar. Die Autoren des vorliegenden Bandes möchten trotzdem aus diesen Studien eine verbindliche Antwort auf die Frage ableiten, welche Psychotherapiemethoden ihre Wirksamkeit nachgewiesen haben. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist nicht zufällig: Seit das sogenannte »Psychotherapeutengesetz« im Raum steht, hat die Frage, welche psychotherapeutischen Verfahren wirksam sind, in Deutschland enorme berufspolitsche Bedeutung gewonnen. Der Erstautor hat seine hier vorgestellten Ergebnisse bereits als Mitautor des »Forschungsgutachtens« dargestellt, und dort sind daraus handfeste politische Empfehlungen abgeleitet worden (vgl. ). Die Motive von Grawe, Donati und Bernauer sind also weniger als wissenschaftliche, sondern wohl eher als gesundheitspolizeiliche Motive einzuschätzen: Sie wollen den Mißstand abstellen, daß sich bislang unwissenschaftliche Psychotherapiemethoden hinter dem sogenannten »Dodo-Verdikt« hätten verstecken können nach dem Motto: »Wenn alle Psychotherapien gleich wirksam sind, dann ist jede Psychotherapie wirksam.« Sie wollen allen unwissenschaftlichen Therapiemethoden auch die zweite Ausflucht nehmen, daß nämlich bisher niemand mit Sicherheit habe feststellen können, ein bestimmtes Therapieverfahren sei überhaupt nicht oder kaum wissenschaftlich überprüft, weil niemand von sich habe behaupten können, wirklich alle Studien zu kennen. Aus ihren Ergebnissen leiten die Autoren schließlich den Entwurf einer »Allgemeinen Psychotherapie« ab, die — darauf bezieht sich der Untertitel ihrer Arbeit — den Schritt von der bisherigen, »konfessionellen« Psychotherapie im Sinne von: »nur auf Glaubensüberzeugungen basierend« hin zur »professionellen«, d. h. wissenschaftlich fundierten Psychotherapie, vollziehen soll. Grawe, Donati und Bernauer kündige