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Das »Handbuch in Schlüsselbegriffen« versammelt eine stattliche Anzahl namhafter Autorinnen und Autoren. In 45 Beiträgen werden zentrale Theorieansätze, Konzepte und Anwendungsfelder der Psychoanalyse beschrieben und kritisch erläutert. Alle Beiträge sind in sich geschlossen und übersichtlich gegliedert: Sie führen jeweils in die historischen Hintergründe des Begriffs bzw. Diskurses ein, entfalten den derzeitigen Diskussionsstand in theoretischer und methodischer Perspektive und nehmen schließlich Stellung zu offenen Fragen und Weiterentwicklungstendenzen.
Das Handbuch verfolgt das Ziel, die Aktualität und Bedeutsamkeit grundlegender Bestandteile des psychoana-lytischen Denkens - auf eine neue Weise gebündelt - hervorzuheben. Damit sollen Wissensstände aufgezeigt und zugleich Verkrustungen aufgebrochen werden. Die Beiträge setzen sich deshalb implizit mit folgenden Fragen auseinander, die der Herausgeber in seinem anregenden Beitrag über »Psychoanalyse in den 90er Jahren« programmatisch zusammenfaßt: 1. Sind die Erkenntnisse der Psychoanalyse veraltet und unwissenschaftlich? 2. Schottet sich die Psychoanalyse zu sehr gegenüber Nachbardisziplinen ab? 3. Wie steht es um die Aufarbeitung inneranalytischer Identitätsprobleme und 4. Wie gestaltet sich das Verhältnis von klinischer Psychoanalyse und psychoanalytischer Kulturtheorie?
Gegen den Vorwurf, die Psychoanalyse vertrete hoffnungslos veraltete und wissenschaftlich überholte Auffassungen, wird die Differenziertheit und Intensität vorgebracht, mit der sie die subjektive Erlebnis- und Phantasiewelt ergründet, und werden die Grundgedanken ausgeleuchtet, die hinter den als »veraltet« geziehenen Begriffen stehen.
Beispielhaft hierzu soll auf den Beitrag zur Triebtheorie verwiesen werden. Der Triebtheorie kommt bekanntlich innerhalb des ursprünglichen Theorieansatzes ein hoher Stellenwert zu. Die Metapsychologie, die Abwehrlehre, die Entwicklungspsychologie, die Krankheitslehre und die therapeutische Konzeption, ja selbst di