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Der Wunsch transsexueller Patienten, durch hormonelle und chirurgische Eingriffe dem jeweils entgegengesetzten Körpergeschlecht angepaßt zu werden, konfrontiert Psychoanalyse und Sexualwissenschaft mit Problemen, die nicht nur psychologisch zu begreifen sind. Sigusch spricht von Abwehr nicht nur im technischen, sondern auch im epistemologischen, diskurs- und dispositivanalytischen Sinn. Die allgemeinen Dispositive, die die Wirklichkeit von Geschlecht und Geschlechterdifferenz bestimmen, sind zissexueller Natur. Ihre bis ins Physische hinein durchgesetzte Polarität ist der geschlechtliche Binarismus. Zissexuelle nennt der Autor, absichtlich verfremdend, jene Menschen, bei denen Körpergeschlecht und Geschlechtsidentität fraglos und scheinbar natural zusammenfallen. Erst wenn erkannt wird, daß die zweite Natur in Wirklichkeit die erste ist, kann jene Enttotalisierung des sog. Transsexualismus einsetzen, um die es Sigusch geht.