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Weibliche Homosexualität ist ein nach wie vor kontrovers diskutiertes Thema. In einem Vergleich von einerseits psychoanalytischen und andererseits soziologisch-feministischen Studien arbeitet die Autorin die jeweiligen theoretischen Sichtweisen von weiblicher Homosexualität heraus: Feministische Autorinnen neigen zur Idealisierung weiblicher Homosexualität, PsychoanalytikerInnen hingegen zu ihrer Entwertung und Pathologisierung. Die latenten Botschaften beider Diskurse lassen jedoch Gemeinsamkeiten erkennen und auf einen gemeinsamen Problemhintergrund, den »lesbischen Komplex«, schließen. Flaake sieht in der erotisch lesbischen Beziehung eine »dritte Chance«, in der in einem gesellschaftlich nicht vorgesehenen Raum nachgeholt wird, was in der frühen Mutter-Tochter-Beziehung mißlang: die Aneignung des weiblichen Körpers.