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Die Adoleszenz ist eine für die Geschlechtsidentität ausschlaggebende Lebensphase, in der sich das Selbst differenziert und die sexuelle Identität sich endgültig konstituiert. Die Autorin entwirft ein zwischen Mutter und Tochter bei der Geburt sich etablierendes, auf unbewußten Projektionen der Mutter basierendes somatopsychisches Beziehungsmodell von Umhüllung und — einer ihres Inhalts entleerten — Höhlung. Im Laufe der Adoleszenz, in der Weiblichkeit, Sexualität und Mutterschaft im weiblichen Körper repräsentiert und vereinbart werden sollen, steht das Mädchen vor der schwierigen Aufgabe, ihr Sein als Höhlung aufzugeben und sich mit der Vorstellung eines körperlichen Beinhaltens zu identifizieren. Anhand des klinischen Fallbeispiels einer bulimischen Adoleszentin sowie von Bemerkungen zum anorektischen Krankheitsbild zeigt die Autorin die schwierige Gratwanderung dieser Aneignung von Weiblichkeit, deren Mißlingen bis an den Rand des Todes führen kann.