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Die eher spärliche psychoanalytische Literatur zum Thema Klimakterium hat, von wenigen Ausnahmen abgesehen, lange den Aspekt der Krankheit betont — die Wechseljahre als ein Prozeß des Abbaus und des Verlusts. Demgegenüber hebt der neuere feministische Diskurs, der sich kritisch von Freuds Weiblichkeitstheorie absetzt, die positiven Entwicklungschancen der wechseljährigen Frau hervor, wobei allerdings das weibliche sexuelle Begehren auf der Strecke bleibt. Hettlage-Varjas und Kurz führen die Debatte um die Frau in den Wechseljahren dergestalt weiter, daß die Revision der Freudschen Weiblichkeitstheorie und neuere Weiblichkeitskonzepte in die psychoanalytische Konflikt- und Triebpsychologie integriert werden können. So entgehen sie der Gefahr, das Klimakterium entweder zu pathologisieren oder es im Sinne der Verleugnung von Ängsten und Verlusten zur konfliktfreien Zone zu erklären.