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Die Autorin erzählt die Geschichte einer Patientin, die aufgrund schwerster Symptome eine psychoanalytische Behandlung suchte. Im Verlauf der Behandlung zeigte sich, daß sich die anfängliche Symptomatik nach und nach änderte, neue Facetten hervorbrachte, aber bis zum Schluß nicht gänzlich verschwand. Zeul plädiert dafür, die zwanghafte und phobische Symptombildung der Patientin, hinter der traumatisch wirkende sexuelle Konflikte stehen, einerseits, den Bruch mit der äußeren Realität und die psychotische Erschaffung einer Gegenwelt andererseits nosologisch nicht vorschnell zu klassifizieren. Statt eine Diagnose nosologischer Krankheitseinheiten zu leisten — Borderline-Organisation vs. Hysterie vs. Psychose — sei es in einem Fall wie dem hier vorgestellten sinnvoller, die psychischen Mechanismen von Erkrankungen zu beschreiben.