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Anhand zweier Fallskizzen erläutert die Autorin, was den Unterschied zwischen dem von Adorno et al. untersuchten klassischen Autoritarismus und dem von ihr behaupteten »neuen« Autoritarismus ausmacht, welchletzterer eine gleichsam negativ erweiterte Stufe der Vergesellschaftung indiziere. Während der klassische Autoritäre die Funktion der moralischen Urteilsbildung in ein äußeres Objekt verlagert und mittels Projektion auf Fremdgruppen aggressive Impulse aktiviert, erweist sich der »neue« Autoritäre als ein Typus, dessen Konstruktionen der Wirklichkeit in der kommunikativen Dimension sozialen Handelns narzißtisch geprägt sind. Im Zentrum steht nicht mehr das Überich, sondern das unbewußte Selbst mit einer spezifischen Aggressionsproblematik. Brede zufolge könnten rechtsextremistische Phraseologie und Gewalttätigkeit eine Reaktion auf Personen oder Gruppen sein, denen das Syndrom des »neuen« Autoritarismus gemeinsam ist.