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In den Jahren 1912 und 1913 kam es zu einer brieflichen Begegnung zwischen dem Begründer der Psychoanalyse und dem jungen Hans Blüher, der in der Wandervogelbewegung eine Rolle gespielt hatte. In dieser Korrespondenz ging es um die Bewertung der männlichen Homosexualität, in welcher sich Freud und Blüher nicht völlig einig waren. Neubauer zeichnet in seiner Einleitung den intellektuellen Gehalt dieser Debatte nach und skizziert Blühers spätere Entwicklung zu einem biologistisch argumentierenden Antisemiten, der auf Freuds schroffe Ablehnung stieß.