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Für Wolfgang Loch sollte als Festschrift zu dessen 80. Geburtstag am 10. Mai 1995 erscheinen. Sein Tod am 7. Februar 1995 hat einen Gedenkband daraus gemacht. Der Band versammelt Arbeiten von Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytikern, die unmittelbar von Loch geprägt worden sind. Mit einer Ausnahme sind sie alle »Tübinger«, und fast alle haben lange Jahre an der Tübinger Universitätsabteilung gearbeitet und die psychoanalytische Ausbildung am dortigen DPV-Institut gemacht. Insofern eine für Festschriftverhältnisse selten homogene Zusammenstellung. Das kann vielleicht die bekannte Unmöglichkeit mildern, einen Sammelband zu rezensieren. Homogen ist auch der konzentrische Bauplan des Bandes. Am Anfang zwei theoretische Arbeiten: eine philosophiegeschichtliche Untersuchung über Vorläufer des Unbewußten (Hanna Gekle) und ein theoriegeschichtlicher Überblick über Sigmumd Freuds »Bemerkungen über die Übertragungsliebe«, achtzig Jahre danach (Friedrich-Wilhelm Eickhoff). Danach drei Arbeiten, in denen metaklinische Fragestellungen bearbeitet und mit klinischen Vignetten illustriert werden: Zum Zusammenhang von Bildungsprozessen und psychischer Strukturbildung (Volker Schmid); über den Rahmen und das psychoanalytische Ereignis (Winfried Trimborn); über unterschiedliche Sichtweisen des psychoanalytischen und des psychotherapeutischen Prozesses (Josef Dantlgraber und Carmen Herold). In der Mitte fünf klinische Arbeiten, in denen besonders schwer zu erfassende primitive Kommunikationsformen und die entsprechenden subtilen Abwehrmanöver herausgearbeitet und auf moderne Konzepte, vor allem der postkleinianischen Objektbeziehungstheorie bezogen werden (Johann-Peter Haas, Jutta Gutwinski-Jeggle, Peter Wegner, Ingrid Biermann, Helmut Hinz). Gefolgt von zwei Essays, die unter die Rubrik Anwendung der Psychoanalyse auf Kunst und … fallen, und in denen der direkte klinische Bezug dementsprechend wieder intransitiv wird: Über die psychoanalytische Antigone-Rezeption (Claudia Frank) un