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Clara Schumann, begabte Pianistin und eine der wenigen Komponistinnen, die die europäische Musikgeschichte kennt, gehört zu den interessantesten Künstlerinnen nicht nur der Romantik. In einer Rekonstruktion ihrer Lebensgeschichte anhand von Briefen und Biographien entwirft Halberstadt-Freud ein psychoanalytisches Porträt dieser großen Musikerin. Im Zentrum der Analyse stehen die vielschichtigen Loyalitätskonflikte Clara Schumanns, ihre widersprüchlichen Identifizierungen und Idealbildungen sowie ihre Fähigkeit, diese widerstreitenden Bestrebungen in sich zu vereinbaren und zu leben. Anhand der verschiedenen Lebensetappen - Claras einseitige Erziehung durch den Vater zur männlich identifizierten Künstlerin, ihre Adoleszenz, ihre Ehe mit Robert Schumann, der für sie weibliche Züge verkörperte, ihre Beziehung zu Johannes Brahms - zeichnet Halberstadt-Freud den Lebensweg Clara Schumanns eindrücklich nach.