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Das vorliegende Buch entstand aus einer Forschungskooperation zwischen dem Krankenhaus für Psychosomatische
Medizin und Psychotherapie in Bad Honnef und dem Institut für Psychoanalyse an der Universität Frankfurt. Die ursprüngliche Absicht des Forschungsprojektes war, Kutters psychogenetische Hypothese eines »Basiskonflikts« bei psychosomatischen Störungen empirisch zu überprüfen. Wie Barde in seinem Abriß zur Geschichte des Projekts ausführt, wurde der experimentelle Forschungsansatz jedoch aufgrund methodischer Einwände aufgegeben. In den Blickpunkt des Interesses rückte stattdessen der stationäre Behandlungsprozeß selbst und seine Spiegelung in der Supervision. Die detaillierte Erfassung des Geschehens in der Supervision sollte Aufschluß geben können über die Behandlung und über die Gültigkeit der theoretischen Annahmen der Behandler. Diese indirekte Forschungsanordnung über die Supervision wirft allerdings, so meine ich, das Problem auf, inwieweit das Supervisionsgeschehen als zuverlässiger Indikator des Geschehens in der Therapie gelten kann. Die von Barde angedeutete Perspektive, das anfängliche Forschungsanliegen einer empirischen Überprüfung von Kutters Basiskonflikt-Hypothese könnte durch eingehende Untersuchungen von Supervisionssitzungen eines Tages doch noch zu retten sein, scheint mir in dieser Hinsicht fraglich.
Dessenungeachtet ist auf diesem Weg ein spannendes Buch entstanden. Denn in den anderen Beiträgen gehen die Autoren dieser Frage nicht weiter nach, sondern spannen inhaltlich und methodisch einen großen Bogen: stationäre Psychotherapie, Team-Arbeit und Supervision werden in ihrem wechselseitigen Zusammenhang thematisiert.
Mattke, leitender Arzt des Krankenhauses, beschreibt einleitend die institutionellen Bedingungen und das Behandlungskonzept. Bemerkenswert ist die Aufnahme der Klinik in den Krankenhausbedarfsplan des Landes und die ausschließliche Finanzierung der Behandlungen über die Krankenkassen. Dies ermöglicht wohl auch die durchschnitt