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Ernsthafte Vorbehalte gegenüber einigen Freudschen Konzeptionen lassen Rand und Torok auf Freuds Texte zurückgehen, um dort am Beispiel einer seiner größten Entdeckungen - die Bedeutung des sexuellen Elements, die Traumarbeit, die Wege der Symbolbildung - Risse und innere Widersprüchlichkeit aufzuzeigen. Anhand jener klassischen Themen -Traum, Trauma, Verführung, Realität und Fantasie - arbeiten Rand und Torok eine fundamentale methodologische Diskrepanz im Freudschen Werk heraus und zeigen, daß der Schöpfer der Psychoanalyse sich gleichzeitig in zwei entgegengesetzte Richtungen bewegt. So versucht er Träume einmal aufgrund der Assoziationen des Träumers zu verstehen; gleichzeitig stellt er, im Gegensatz dazu, einen Katalog allgemein anwendbarer Traumsymbole auf. Ein ähnliches Schwanken stellen Rand und Torok bei Freuds Konzeption der psychischen Realität fest: Sind frühkindliche Sexualtraumen materielle Realität? Handelt es sich um reale Verführung? Oder gehen sie auf in sich Gültigkeit besitzende Vorstellungen und Fantasien zurück? Die Autoren wollen mit ihrer Untersuchung dazu beitragen, die innere Bedrohung der Psychoanalyse durch die unbewußte Weitergabe methodologischer Risse in Freuds Werk anzuhalten.