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Aufgrund der zentralen Stellung, die die Supervision in unserer dreigeteilten psychoanalytischen Ausbildung einnimmt, hat der verantwortliche Lehranalytiker eine äußerst wichtige, komplexe und schwierige Aufgabe zu erfüllen. Die Supervision ist in der Ausbildung künftiger Psychoanalytiker deswegen zentral, weil das Ergebnis des Supervisionsprozesses darin besteht, die Funktion des Lehranalytikers zu verinnerlichen. Dieses innere Funktionieren des verinnerlichten Lehranalytikers ist von entscheidender Bedeutung für das kompetente Funktionieren des Kandidaten als künftiger Analytiker. Dieser komplexe und schwierige Lernprozeß wird optimal gefördert durch das fortwährende Bestreben des Lehranalytikers, zwischen den beiden im Supervisionsprozeß zu erfüllenden Funktionen als »Lehrer« und als »Analytiker« einen Ausgleich zu finden. Der vorliegende Beitrag versucht die beiden Positionen in der Supervision darzustellen und die Probleme zu erläutern, die sich bei der Wahrung und Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen beiden ergeben, sowie die Probleme, die dann auftauchen, wenn dieses Gleichgewicht gefährdet ist und es darum geht, wieder eine angemessene psychoanalytische Distanz aufzubauen.