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Unter Vernachlässigung der klassischen Freudschen Triebtheorie, die sich teils auf heute überholte biologische Modelle stützte, und mit Bezug auf Lichtenbergs Theorie der Motivation entwirft Gedo ein fünfstufiges Motivationsmodell, das vorprogrammierte biologische Muster ebenso umfaßt wie durch Lernen und Erfahrung gewonnene. Mithilfe knapper klinischer Beispiele erläutert der Autor, daß menschliches Verhalten im Dienste mehrerer Motive stehen kann, weshalb es für ihn unumgänglich ist, Freuds Libidotheorie hinter sich zu lassen. Um diese Komplexität angemessen zu erfassen, führt er ein hierarchisches Schema ein, das sowohl die Interaktion verschiedener Motivationen als auch ihre Konflikte untereinander wie schließlich ihre optimale Integration berücksichtigt.