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Wenn französische psychoanalytische Arbeiten den englisch sprechenden Psychoanalytikern und anderen Lesern zugänglich gemacht werden, ist das auch in Deutschland zu begrüßen, wo englische und amerikanische Literatur leichter gelesen wird als die der romanischen Sprachen. Der Weg über eine Rezeption in den USA könnte diesen Arbeiten sogar mehr Aufmerksamkeit verschaffen als die bisher in Deutsch veröffentlichten Arbeiten von Nicolas Abraham und Maria Torok fanden (vgl. Küchenhoff, 1991; Hirsch, 1991). Dieser erste Band einer zweibändig geplanten Ausgabe der Werke der beiden Autoren enthält vor allem Arbeiten von 1959 bis 1975. Da nur drei kurze Aufsätze am Ende des Bandes nach 1980 entstanden sind, könnte man das Buch als Teil einer Renaissance der philosophisch-psycho-analytischen Diskussion der sechziger und siebziger Jahre in Paris ansehen; Renaissance in den USA, 1994, wie jede Renaissance zugleich eine neue Schöpfung und neue Interpretation, hier durch den Herausgeber Nicholas T. Rand. Durch seine Auswahl und Zusammenstellung zu Kapiteln, deren Überschriften er neu formuliert, durch eine Einleitung und eine Reihe von »Bemerkungen des Herausgebers« ist er sehr gegenwärtig und beansprucht 45 der 255 Seiten. So hat das Buch eigentlich drei Autoren, deren Beziehung zueinander teils deutlich wird, teils undeutlich bleibt. Deutlich wird, daß hier ein psychoanalytisches Denken dargestellt wird, das in Beziehungen entstanden ist und sich in Beziehungen durch wechselseitige Interpretation weiterentwickelt. Die Texte, in denen es dargestellt ist, werden den Interpretationen des Herausgebers und auch des Lesers ausgeliefert, verändern sich durch Übersetzung, die immer Interpretation enthält; dies geschieht im Sinne der Auffassung von Nicolas Abraham, daß alle Worte, alle Phänomene sich auf einer Schale oder Hülle abspielen, die das Wesentliche verbirgt, das nur durch Interpretation und immer annäherungsweise entdeckt werden kann. Wir können davon ausgehen, daß Maria Torok