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Die gegenwärtige Situation der psychoanalytischen Forschung ist durch eine Kluft zwischen dem Festhalten an der veralteten Einzelfallforschung und der Entfremdung des psychoanalytischen Gegenstands in der quantitativen Forschung gekennzeichnet. Die Methodik psychoanalytischer Untersuchungen reicht nicht mehr hin, um die eigene Behandlungsform akzeptabel zu legitimieren. Das Junktim zwischen Forschung und Heilen scheint zerbrochen. Der vorliegende Sammelband von Buchholz und Streeck situiert sich exakt in dieser Kluft; er geht von der »Diskurs-Pathologie zwischen Forschern und Praktikern (aus) und unterstreicht die Notwendigkeit, moderne und praktikable Versionen des »Junktims« zu entwickeln« (S. 10).
Bereits der Plural — Versionen des »Junktims« — deutet an, daß es den Autoren nicht um die Konstruktion einer normativen Idealmethode geht, ihr Interesse richtet sich eher auf die Spielbreite möglicher wissenschaftlicher Zugänge. Das Buch zerfällt gleichwohl nicht in ein wissenschaftliches Quodlibet, da die Orientierung auf die Sozialwissenschaften das Leitmotiv der Beiträge bildet. Die Autoren schlagen also nicht ohne weiteres eine Neuerung der psychoanalytischen Wissenschaftlichkeit vor, sondern suchen diese aus einer Auseinandersetzung