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Was kann dabei herauskommen, wenn sich Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern interdisziplinären Fragestellungen zuwenden, dabei junge Menschen in ihrer individuellen
Lebensgeschichte respektieren und diese zugleich als Indikatoren für gesellschaftliche Veränderungen verstehen, mit Phantasie und Verstand ein Forschungsdesign für die Detailerfassung entwerfen und schließlich die Fülle an Ergebnissen, sorgsam interpretierend, in einem Rahmen schlüssiger Methode zusammenfügen? Das ! Die vorliegende Untersuchung zeigt, wie sich die Interessen der Autorinnen, Marianne Leuzinger-Bohleber, Psychoanalytikerin, und Ariane Garlichs, Erziehungswissenschaftlerin, Hochschullehrerinnen an der Universität Gesamthochschule Kassel, ergänzen können. Mit dem Erkunden von Erleben der Gegenwart in den deutschen Staaten zur Zeit der Wende 1989/90, beispielhaft aufgezeigt an Kindern und Jugendlichen aus Jena und Kassel, wählten sie einen Zugang, der über innere Verarbeitung auch Zukunftsprojektionen erlaubt, und zwar derart, daß darin »eine Gesamtbilanz der bisherigen Entwicklung« (S. 15) ausgedrückt wird. Und weil pure statistische Angaben die Leserschaft oft nur abschrecken, wählten die Autorinnen für ihre Untersuchung einen breiten methodischen Zugang, der neben Statistik, psychoanalytischem Interview, z. T. projektivem Test (Schwarzfuß-Test), z. T. Gießener Beschwerdefragebogen, auch Interviews mit Lehrern und Eltern einbezog (Kap. 3). Was die Darstellung anbetrifft, so sah man die Fülle an Daten am besten durch einen Kombination von Statistik und exemplarisch ausgewählten Fallstudien zu einzelnen Themenbereichen verständlich gemacht: Arbeit/Arbeitslosigkeit, Wohlstand, Eigentum, Umwelt, Umgang mit Fremden, Lebensqualität und das Thema Jugend im Widerspruch zwischen Hoffnung und Resignation gewannen damit besonderes Profil (Kap. 4). In einem ausführlichen Kapitel legte man das Gewicht auf die Bereiche Entwicklung von Beziehungsfähigkeit, Autonomie und Identität (K