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Der Autor untersucht die Funktionen der kindlichen Masturbation in der narzißtischen Entwicklung und unterscheidet eine Abgrenzungsfunktion, eine Kompensationsfunktion und eine Funktion der Aufrichtung von Autonomie. Im interaktiven Verhältnis zwischen Kind und elterlichem Primärobjekt können nach Binswanger aufgrund bestimmter Reaktionen der Eltern auf die kindliche Masturbation deren Funktionen verhindert und unterwandert werden, mit der Folge, daß ein Masturbationsersatz - bestimmte Symptome - an die Stelle tritt. Binswanger unterscheidet zwischen »entsetzter«, »liberaler« und »erotisierter« Elternreaktion, wobei er die erste zur Zwangsneurose, die zweite zu Adipositas und die dritte zu Anorexie bzw. Bulimie in Beziehung setzt. Anhand ausführlicher Behandlungsverläufe verdeutlicht der Autor seine hypothetischen Überlegungen.