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Nach einem kurzen Blick auf die Behandlung des Inzests in der Bibel, in Mythologie und Anthropologie verweist der Autor auf die Bedeutung des Inzesttabus für die symbolische Ordnung der Familie im Gegensatz zur faktischen Inzesthandlung, die die ödipale Triangulierung mit ihren strukturbildenden Auswirkungen vernichtet. Am Beispiel des Vater-Verführers zeigt der Autor die Psychologie des Inzesttäters auf: Es handelt sich um einen spezifischen, die Grenzen des Objekts zerstörenden, megalomanen Narzißmus, dessen selbstzerstörerische Qualität die gesamte Familienstruktur erfaßt.