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Der Begriff der Sublimierung, obwohl in der psychoanalytischen Diskussion umstritten und ohne zusammenhängende Theorie, ist unverzichtbar, denn er umfaßt Fragen nach einer Versöhnung von Intrapsychischem und Extrapsychischem (Ricœur), von psychischer Imagination und sozialer Imagination (Castoriadis), von Sexuellem und Geistigem, der Triebe und der Vernunft (Loewald). Der Autor unternimmt den Versuch einer theoretischen Weiterentwicklung, indem er bei der Philosophie ansetzt. Ausgehend von der Trennung von Genesis und Geltung bei Kant, deren Gültigkeit er bestreitet, versucht er über den Begriff der Sublimierung zwischen genetischem Material und kulturellen Objekten eine Verbindung herzustellen. Am Beispiel von Picassos »Guernica« exemplifiziert der Autor seine Überlegungen.