You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Ausgehend von Freuds Diktum über die drei »unmöglichen« Berufe Psychoanalyse, Pädagogik und Politik, mißt der Autor die Ausdehnung und Begrenzung jenes Feldes ab, in welchem sowohl Psychoanalyse — als Arbeit an der Autonomie des Einzelnen — wie auch Politik — als Arbeit an der Autonomie des Gesellschaftlichen — sich begegnen und wechselseitig voraussetzen: keine individuelle Autonomie ohne die Existenz einer autonomen Gesellschaft, die in selbstreflexiver kollektiver Praxis ihr eigenes Gesetz durchschaut; keine gesellschaftliche Autonomie aber auch ohne Subjekte, die ihre Imagination nicht unterdrücken und kontrollieren, vielmehr freisetzen. Freuds strengen Satz, daß, wo Es war, Ich werden solle, ergänzt der Autor um einen notwendigen anderen: Wo Ich ist, soll auch Es auftauchen.