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»Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.« (Sigmund Freud)
Der Kulturentwicklung in unseren westlichen Industriegesellschaften scheint es bisher nicht gelungen zu sein, dem »menschlichen Aggressions-und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden«, woran in den Jahren nach der deutschen Einheit u.a. die Zunahme rechter Gewalt von Jugendlichen gegen Ausländer und Asylanten erneut erinnerte. Doch wer in den Analysen der komplexen Determinanten dieser adoleszenten Gewalt zu einseitig Phänomene der Wohlstandsverwahrlosung betont und ihnen die »Solidarität der Armen« entgegenhält, dem sei das Buch von César Rodriguez Rabanal zur Lektüre empfohlen. Darin wird der Zusammenhang zwischen ökonomischem, psychosozialem und psychischem Elend einerseits und der Zunahme von gesellschaftlicher, institutioneller und individueller Gewalt eindrücklich dargelegt.
Der peruanische Psychoanalytiker Rodriguez Rabanal, der in der Bundesrepublik studierte und am Frankfurter