You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autoren argumentieren, daß Martin Dornes in seiner Arbeit »Können Säuglinge phantasieren?« der Fähigkeit, innere Bilder wachzurufen, einseitiges Gewicht zuspreche. In seiner einengenden Definition von Phantasie übersehe er den für den Ausschluß biologischer Phantasie und der prä-symbolischen Stadien ihrer Entwicklung zu zahlenden Preis. Nach Ansicht der Autoren sind bei der Diskussion der Entwicklung von geistigen Prozessen eines Säuglings folgende methodische und erkenntnistheoretische Grundsatzüberlegungen zu berücksichtigen: die Theorie der Beobachtung; die Vorstellungen über die Umwelt des Säuglings; das Zusammenspiel zwischen Organismus und Umgebung; die zwei Bedeutungen von Genese (Ursprung und Transformation) und schließlich die Bedeutung von Abwesenheit für die Entwicklung der Psyche. Sie vertreten die Auffassung, daß die Konzeptualisierung der ersten Schritte der psychischen Entwicklung die sorgfältige Integration dieser verschiedenartigen Gesichtspunkte erfordert.