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Seit Ende des 12. Jahrhunderts ist die Geschichte Wiens eng mit dem Schicksal der dort lebenden Juden verwoben. Die Wiener Historikerin Martha Keil ist dieser Geschichte nachgegangen, und ihr Interesse hat sich nun in einem bemerkenswerten Wien-Buch materialisiert. Mit einem einführenden Essay gibt sie einen historischen Überblick über das Wiener Judentum. Es folgt eine Anthologie, die Texte jüdischer Autoren unterschiedlicher Epochen enthält.
Martha Keil zeichnet ein jüdisches Städtebild Wiens nach, indem sie diejenigen zu Wort kommen läßt, die von ihrer Beobachtungsgabe her wie keine anderen dazu prädestiniert sind, diese Stadt zu beschreiben: die Literaten, die Theaterleute, die Kabarettisten