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»Was ist los in der Psychoanalyse?« Auf diese Frage will das von Karin Bell und Kurt Höhfeld herausgegebene Buch Psychoanalyse im Wandel eine Antwort geben. Es versammelt 21 relativ kurze Beiträge zu aktuellen Problemen der Psychoanalyse, die auf der Jahrestagung 1994 der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie und Tiefenpsychologie (DGPT) zum Thema »Die Psychoanalyse im Wandel - ihr innerer und äußerer Rahmen« vorgetragen wurden.
Die Herausgeber - so in ihrem Vorwort - sehen die Psychoanalyse im Spannungsfeld zwischen »den wechselvollen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der individuellen Entwicklung und Geschichte. Sowohl die Außeneinflüsse mit ihren zum Teil grundlegenden Veränderungen als auch der stetige »Drift« des inneren Rahmens führen zu einer oft kaum wahrnehmbaren Wandlung der Psychoanalyse, die der Reflektion bedarf«. Das vorliegende Buch kann als Versuch verstanden werden, eine neue Standortbestimmung der Psychoanalyse anzuregen und den von den Herausgebern konstatierten Stillstand in der Entwicklung der Psychoanalyse zu überwinden helfen.
Der Band ist in drei Themenbereiche unterteilt: 1. Die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Theorie und Praxis der Psychoanalyse; 2. Institutionelle Rahmenbedingungen; 3. Innerer Raum und äußerer Rahmen psychoanalytischer Behandlungen.
Die im ersten Teil versammelten Beiträge befassen sich mit dem Selbstverständnis der Psychoanalyse angesichts ökologischer Herausforderungen; es wird der »Rahmen« der psychoanalytischen Situation - die inneren und äußeren Grenzen sowie der therapeutische Zugang zu geschichtlichen Katastrophen - zu bestimmen versucht. Für den interessierten Laien unter den Lesern scheint mir dieser erste Teil von besonderem Interesse. So diskutiert Helmut Enke in seinem Beitrag die Bedeutung ökologischer Herausforderungen für die Psychoanalyse. Mohammed Ardjomandi setzt sich mit der jüngeren deutschen Geschichte, der Wende auseinander: Er thematisiert die psychischen Aus