You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Seit langem gibt es bei Gegnern wie Verteidigern Freuds Behauptungen und Spekulationen darüber, welche Geheimnisse in den Washingtoner Freud-Archiven, insbesondere in der legendären und komplett gesperrten »Serie Z«, gehütet werden. Obwohl Yerushalmi die restriktive Politik der Archiv-Wächter kritisiert, weist er die verbreitete Vorstellung zurück, es gebe dort Dinge, die der Freud-Forschung und der Öffentlichkeit mit Bedacht - weil es etwas Triftiges zu verbergen gelte - vorenthalten werden. Vielmehr vertritt er die Auffassung, daß es sich bei solchen Vorstellungen um Phantasien handelt, wie überhaupt die Erwartung an historische Archive, sie könnten preisgeben, wie es eigentlich gewesen ist, naiv und positivistisch sei. Der Autor empfiehlt, nicht nur im Falle Freuds und der Historiographie der Psychoanalyse den Anspruch an archivierte Materialien, sie vermöchten Licht ins Dunkel der Geschichte und der Biographie zu bringen, zu ermäßigen und sich lieber dem Verständnis und der Deutung des Werkes zuzuwenden.