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Das Krankheitsbild der Bulimie bedeutet für die Psychoanalyse insofern eine Herausforderung, als sie nicht, wie in der Standardkur, an psychischen Verarbeitungen ansetzen kann, sondern evidentes Agieren zum Ausgangspunkt nehmen muß, welches jene ersetzt. Jeammet zufolge neigt die vorschnelle interpretatorische »Wut des Verstehens« dazu, das Spezifische des bulimischen Krankheitsbildes zu verkennen, weshalb er vorschlägt, das Agieren der Patienten nicht als Abwehr zu deuten, sondern als Angebot, das sich nicht anders zu artikulieren vermag. Vom Gesichtspunkt des Agierens her, so der Autor, sei es möglich, die Psychodynamik und die unbewußte Konfliktkonstellation sukzessive zu erschließen — bis hin zu jenem Ort, an dem das Besondere der narzißtischen und objektalen Fehlregulierungen sichtbar wird und verstanden werden kann.