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Nach okkulter Zeitrechnung befindet sich dieser Erdball seit dem 5. Februar 1962 in einer neuen Epoche der Menschheitsgeschichte: im Zeitalter des Wassermanns. Unter diesem Zeichen schwappte eine neue Modewelle des Irrationalismus zu uns herüber -die Bewegung des sogenannten New Age.
Diese nach wie vor virulente Bewegung kann durchaus Erfolge verbuchen: als quasiphilosophische und quasipolitische, als quasireligiöse und quasitherapeutische Strömung. Denn: New Age erwies sich nicht nur als lukratives Geschäft auf dem Medienmarkt, sondern auch auf dem Markt sogenannter oder tatsächlicher Therapieschulen. Harmloser Unfug, gefährlicher Humbug? Oder vielleicht doch: eine Gruppierung hochwirksamer neuer Heilverfahren auf dem Psychomarkt ?
Der Autor und Wissenschaftsjournalist Holdger Platta hat sich erstmals mit einigen Therapieschulen des New Age auseinandergesetzt und das erste kritische Buch zu Psychoverfahren aus der New-Age-Bewegung vorgelegt. An zwei Varianten des »Rebirthing«, zwei Versionen der »Reinkarnations-therapie« und der »Transpersonalen Psychologie« bzw. »Holotropen Therapie« diskutiert er die Tauglichkeit dieser Behandlungsmethoden. In der Gestalt eines Interviewbandes präsentiert er dabei Betreiber wie Kritiker dieser Psycho-Verfahren, ergänzt um eigene Analysen und Berichte. So kommen unter anderem New-Age-Therapeuten wie Rüdiger Dahlke (Re-inkarnationstherapeut), Rüdiger Stellberg (Rebirther) und Ingo Jahrsetz (Holotrope Therapie) zu Wort und als Kritiker unter anderem der Frankfurter Psychotherapeut Jörg Bopp, der Düsseldorfer Gestalt- und Körpertherapeut Hilarion Petzold sowie der Münchener Psychoanalytiker Frieder Wölpert.
Entstanden ist ein Buch der Kontroverse, ein Buch der Differenzen und Differenzierungen, das dank der beharrlichen Fragen des Autors auf beiden Seiten gleichsam die besten Argumente mobilisiert. Trotzdem fällt bei aller Offenheit das Fazit des Autors am Ende doch eindeutig kritisch aus: Zuviel Aberglaube spukt in diesen Therapien her