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Der Streit um den wissenschaftslogischen Ort der Psychoanalyse ist fast so alt wie diese selbst. Wollen die einen sie auf eine strenge Nomothetik festlegen und sie damit als eine Naturwissenschaft der Seele definieren, neigen die anderen dazu, sie als reine Hermeneutik bzw. Tiefenhermeneutik zu betrachten, die noch in den verworrensten psychischen Regungen einen »Sinn« erkennt. Ausgehend von einem Begriff psychoanalytischer Erfahrung, der sich weder szientifisch noch hermeneutisch engführen läßt, zeigt Warsitz, daß Nietzsches Metapher vom »Hören mit dem Dritten Ohr« einen (Sprach-)Raum eröffnet, der jenseits der Logik der traditionellen wissenschaftlichen Methodologien angesiedelt ist. Wenn die Psychoanalyse eine Wissenschaft ist, dann eine solche, die man eine Grenz- oder Zwischenwissenschaft nennen muß.