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So häufig der Gegenübertragungsbegriff im klinischen Alltag und in der Literatur auftaucht, so wenig ist den meisten bewußt, wie mehrdeutig der Begriff ist. Seine mehrfache Bedeutung erschließt sich erst in der Auseinandersetzung mit der komplexen und in mancher Hinsicht auch kryptischen Begriffsgeschichte. Der Autor unternimmt es, dieser verschlungenen Geschichte bis zu ihren Anfängen nachzugehen, und zeigt dabei, daß sich hinter dem Begriff der Gegenübertragung ein erkenntnistheoretisches Dilemma verbirgt, das in der Regel nicht mehr reflektiert wird.