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Mithilfe dieses Index, der bereits zum dritten Mal vorliegt (Redaktionsschluß: 1. Oktober 1996), erfährt der Benutzer, welche lieferbaren Bücher es zum Thema Psychoanalyse und zu angrenzenden Gebieten — Sozialwissenschaften, Philosophie, Wissenschaftstheorie, Ethnopsychoanalyse, Kulturanthropologie — im deutschsprachigen Raum gibt. Wer sich z. B. über die vorhandene Literatur zur psychoanalytischen Technik oder zur Neurosenlehre rasch informieren will, schlägt unter dem entsprechenden Stichwort nach und wird unter den alphabetisch geordneten Autorennamen, auf die Buchtitel, Verlag, Erscheinungsjahr, Umfang und Ladenpreis folgen, fündig. Ein nützlicheres Werk für alle, die mit psychoanalytischer Literatur umgehen, kann man sich nicht denken.
Nicht nachzuvollziehen ist, warum Spezialgebiete wie »Psychoanalyse und Gesellschaft«, »Philosophie/Erkenntnistheorie / Wissenschaftstheorie«, »Ethnopsychoanalyse und Kulturanthropologie« sowie »Literaturpsychologie« im Inhaltsverzeichnis der Krankheitslehre der Psychoanalyse subsumiert worden sind. Und falsch ist, daß jene Titel, die im Verlag Internationale Psychoanalyse erschienen sind, pauschal dem Verlag Klett-Cotta zugeschlagen werden, mag dieser auch der faktische Eigner des ersteren sein. Sozusagen als Appetitmacher figuriert ein kleiner Aufsatz von Johannes Cremerius, der dem Index vorangestellt ist. Unter dem Titel »Freud und die Dichter — die Dichter und Freud« erzählt der Autor von Freuds Lesegewohnheiten, seinen Lieblingsschriftstellern und davon, mit welchen zeitgenössischen Literaten er in persönlichem, gar freundschaftlichem Kontakt stand. Auch erfährt man bei Cremerius von den Ängsten vieler Dichter -etwa Rilkes, Schnitzlers, Hofmannsthals und Thomas Manns — vor einer psychoanalytischen Behandlung. Gottfried Benn faßte diese Ängste, Genies könnten zu braven Hausvätern therapiert werden, in einem höhnischen Bonmot zusammen: »Wäre es doch schon die verflossenen Jahrhunderte geschehen (die Therapie der Genies, HML) !